ВИРТУАЛЬНЫЙ МУЗЕЙ ГУЛАГА
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ÜBER DAS PROJEKT

Das Projekt „Virtuelles Gulag-Museum“ wird von dem Forschungs- und Informationszentrum Memorial seit 2003 erarbeitet.

DIE HAUPTZIELE DES PROJEKTS:

Erhalt der Erinnerung, Museumsinitiativen und einmaliger Zeugnisse der Vergangenheit. Die gesammelten Erfahrungen und Kenntnisse in den öffentlichen Umlauf bringen.
Verbindung einzelner Initiativen bezüglich des Erhalts der Erinnerung und der Zeugnisse der sowjetischen Vergangeheit in einer Informationsquele. Überwindung der regionalen und konfessionellen Abgrenzung der Erinnerung an den Terror und den Gulag.
Methodische und informatorische Unterstützung der Provinzmuseen.
Gründung eines offenen und allgemeinzugänglichen Landesmuseums.
Öffentliche Diskussion über die Vergangeheit und die Rolle des öffentlichen und historischen Erbes.
Aufklärung und Bildung der jungen Generation.

DER STAND DES PROJEKTS

Es wurde eine Liste der Gulag-Museen zusammengestellt, und zwar der staatlichen, ressortgebundenen, schulischen, öffentlichen und privaten Museen und Museumsinitiativen, die Ausstellungs- oder Sammelarbeit zum Thema politischer Repressionen in der Sowjetunion, der Geschichte des Gulags und der Geschichte der Widerstandsbewegung durchführen.

Im Herbst 2005 beinhaltet diese Liste 290 solcher Museumseinrichtungen in Russland und in Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Ferner ist eine Erweiterung der Geographie des Projekts auf Museen der Osteuropaländer vorgesehen.

Kurze Charakteristik der Museen:

Ein bedeutender Teil der Museen arbeitet außerhalb der Museumsgemeinschaft, ihre Sammlungen sind nicht registriert oder beschrieben, weil die Mitarbeiter keine Qualifikation haben und die Prinzipien der Fixierung und Beschreibung der Ausstellungsstücke nicht beherrschen.
Ausstellungen und Sammlungen werden nur in sehr seltenen Fällen von dem breiten Publikum und von der engen örtlichen Gemeinschaft nachgefragt. Das hat folgende Ursachen: Primitivismus der Ausstellung und Mangel an Material für die Schaffung einer Ausstellung (uninteressant), dünnbesiedelte Gebite (es gibt niemanden, der in eine solche Ausstellung gehen könnte), man ist an dem Thema wenig interessiert.

In der Expeditionszeit in den Jahren 2004 und 2005 hat das Forschungs- und Informationszentrum Memorial 80 Museen besucht, Kontakte zu Museumsmitarbeitern geknüpft, Sammlungen beschrieben, visuelles Material gesammelt und es in einer digitalen Form festgehalten. Im Archiv des virtuellen Gulag-Museums befinden sich mehr als 10 000 Abbildungen.

Es wurden 4 Museumsseminare durchgeführt (Syktyvkar, St. Petersburg, Uchta, Perm), an denen Mitarbeiter aus 35 Provinzmuseen teilgenommen haben.

Alle Museumsmitarbeiter waren daran interessiert an dem „Virtuellen Gulag- Museum“ teilzunehmen. Sie haben Probleme und Anregungen zum Ausdruck gebracht:

Die Gefahr des Verlustes der Sammlungen, und Probleme der Vervollständigung
Existenz außerhalb der vertrauten Umgebung
Die Unmöglichkeit aus eigenr Kraft Sammlungen und Ausstellungsstücke zu fixieren und zu beschreiben
Die Notwendigkeit ständiger methodischer Hilfe, u.a. bei der Fixierung und Beschreibung der Exponate (Erarbeitung methodischer Lehrmittel)
Die Notwendigket eine allgemeine Basis der Exponate zu bilden, um diese bei der Gründung eigener Ausstellungen benutzen zu können

Präsentationen und Rundtischgespräche bezüglich der ersten Auflage der CD „Virtuelles Gulag-Museum“ wurden in St. Petersburg, Syktyvkar, Moskau, Perm, Uchta, Petschjora, sowie in Berlin, Tübingen und Köln durchgeführt. Die Teilnehmer: Museumsmitarbeiter, Wissenschaftler, Zeugen, Pädagogen, Jugendliche: Schüler und Studenten, Vertreter der Gesellschaft.

Besprechungen und durchgeführte Rundtischgespräche zeigten das Interesse folgender Gruppen an dem Projekt:

Museumsgemeinschaft (allgemeine Informationsressourcen und Popularisierung eigener Sammlungen)
Geschichtswissenschaftler, Ethnologen, Kulturwissenschaftler Soziologen u.a. (einzigartige Sammlungen und Zeugnisse, u.a. für die Erforschung des Gedächtniszustands in den wissenschaftlichen Umlauf bringen)
Pädagogen (Benutzung des Materials in Vorlesungskursen und im Unterricht)
Vertreter der Öffentlichkeit (Die Aufmerksamkeit breiter Bevölkerungsschichten auf den Zustand des Erinnerungen an den Totalitarismus richten und ihre Einflussmöglichkeiten auf das Massenbewusstsein im Bereich des Begreifens der katastrophalen sowjetischen Vergangenheit heranziehen.)

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