Virtuelles Gulag-Museum
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4. November 2006

Am 4. November 2006 fand in der Harvard Universitaet eine Konferenz zum Thema “Geschichte und Vermaechtnis des Gulags” statt. I.Flige und A.Daniel stellten in diesem Zusammenhang die Praesentation “Virtuelles Gulagmuseum: Der weite Raum und die Bilder des Gedenkens” vor.

 

4.-10. September 2006

Internationales Seminar zum Thema: Kultur des Gedenkens
Wie bewahren andere europaeische Gesellschaften ihre Erfahrungen aus den totalitaeren Regimen des 20. Jahrhunderts (Kchijowa Zentrum, Polen). I. Flige fuehrte dazu die Diskussion zu dem Thema “Was ist ein Ausstellungsstueck des Gulags?” in Bezug auf die Materialen der Exkursion «Вещи Гулага» (Gegenstaende des Gulags, vom Bild zur Biographie) durch.

 

8.-11.06.2006

Vom 8. bis 11. Juni 2006 fand in Budapest eine internationale Konferenz zum Thema „Der Blick nach dem Zerfall – die Rolle von Museen, Archive und Kinematographie beim Wiederaufbau der öffentlichen Wahrnehmung der sozialistischen Vergangenheit.

Irina Fliege hielt im Rahmen der Konferenz einen ausführlichen, von Bildmaterial begleiteten Vortrag über das Projekt „virtuelles GULAG-Museum“ mit anschließender Diskussion.

 

19.05.2006

In der europäischen Universität Sankt Petersburg fand ein Expertentreffen zum Thema „Nekropole GYLAG“ unter der Schirmherrschaft mehrerer Petersburger Konsulate statt.

Das Treffen organisierte das Forschungs- und Informationszentrum Memorial gemeinsam mit der europäischen Universität und unter Schirmherrschaft der Generalkonsulate Polens, Litauens, Lettlands, Estlands und der Ukraine.

An dem Treffen nahmen offizielle Vertreter der unabhängigen Staaten Osteuropas und Zentralasiens teil, unter ihnen Historiker und Spezialisten in der Lokalisierung von Massengräbern und Lagerfriedhöfen, sowie Vertretern nationaler Regierungsinstitute und Gedenkstätten (Minister Andžej Pševosnik als Mitglied des Rats der Wahrung der Erinnerung an den Kampf und das Märtyrertum der Republik Polen, der Direktor der Abteilung „Memorial“ des Litauer Zentrums für Widerstand und Völkermord Dzintare Jakubonene, Prof. Heinrich Strodts vom Museum fuer Okkupation in Litauen und andere Experten)

 

10.-13.05.2006

Vom 10.-13.05. 2006 fand in Kšižova (Polen) das vierte Seminar der Gedenkstätten in Kšižova statt. Das Seminar ist dem Zustand der Gedenkstätten in den Staaten Mittel- und Ostmitteleuropa, einschließlich Deutschlands gewidmet. Ziel des Seminars ist die Diskussion und der Vergleich im Rahmen der gesellschaftlichen Erfahrungen unterschiedlicher Länder, im Zusammenhang mit politischen Verbrechen und Entrechtung.

Am 12. Mai stellte Irina Fliege im Rahmen des Seminars das virtuelle GULAG-Museum vor.

Die Teilnehmer aus der Ukraine präsentierten Vorträge über die Geschichte der Befreiungsbewegung, die Geschichte der politischen Unterdrückung, Die Untergrundkirche, „Golodomor“ und Gedenkstätten in der Ukraine. Einzelheiten hierzu finden Sie auf den Internetseiten der Lemberger Gesellschaft „Poschuk“

 

25.03.2006

Expertentreffen zum Thema “Virtuelles GULAG-Museum, Konzept und Inhalt”

Das Treffen fand in den Räumen des Forschungs- und Informationszentrums Memorial statt und war den folgenden Themen gewidmet:

  1. Diskussion über Form und Perspektiven der Zusammenarbeit mit Museumsgesellschaften
  2. Ausarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen und technischer Möglichkeiten zur Vervollständigung, Aufbewahrung und Ausstellung der Kollektion des virtuellen Museums.
  3. Die Vorstellung des Projektes „virtuelles GULAG-Museum“ in der Öffentlichkeit
  4. Strategien zum weiteren Ausbau des Projektes
An der Diskussion beteiligten sich Irina Fliege, Leiterin des Forschungs- und Informationszentrums Memorial, Alexander Daniel, Mitglied des Vorstandes von „Memorial International“, Wjatscheslaw Bachmin, Exekutivdirektor der Moskauer Filiale der Gesellschaft „otkrytoe obschestvo“ (offene Gesellschaft), Boris Firsov, Ehrenrektor der europäischen Universität Sankt Petersburg, Evgenij Uchnalew, Mitglied des heraldischen Rates des russischen Präsidenten.

Leiter der Diskussion war Alexander Chodot, künstlerischer Leiter des Projektes.

 

2.01.2006

Am 02. Januar 2006 erschein in der Frankfurter Rundschau ein ausführlicher Artikel über das „virtuelle GULAG-Museum“ des Petersburger Forschungs- und Informationszentrums Memorial mit dem Titel „die Belebung der schweigenden Bilder“. Der Artikel beschreibt detailliert die Zielsetzung des Projektes sowie die bereits durchgeführten Arbeiten, und verweist auf die Internetseiten des Projektes. Darüber hinaus findet sich im Artikel eine Analyse der aktuellen politischen Situation in Russland, vor allem was die Beziehung zur eigenen Vergangenheit und das Fehlen einer öffentlichen Diskussion zur Beurteilung der Sowjetzeit und ihrer bis heute spürbaren Folgen betrifft: auf der einen Seite las Problem der Erinnerungskultur und ihrer sprachlichen Form, die politische Struktur, das neue Gesetz zu den Nichtregierungsorganisationen, das von der russischen Duma zuletzt doch angenommen wurde, und auf der anderen Seite die Aufgabe, das Gedenken an das Erbe des GULAGs so zu erhalten, das das Gedenken an die staatliche Gewalt gleichzeitig auch als eine Warnung für die Zukunft wahrgenommen werden kann.

 

7-8.11.2005

Vom 07. bis 08. November 2005 fand in Berlin die alljährliche internationale Konferenz “Memento GULAG – im Gedenken an die Opfer totalitären Regimes” statt. Die Konferenz wurde organisiert von der Karl-Adenauer Stiftung und der italienischen Organisation „ Comitatus pro Libertatibus“

In der Vollversammlung, die dem historischen Erbe der posttotalitären Gesellschaften und den Formen öffentlichen Erinnerns gewidmet war, stellte Anna Schor-Tschudnowskaja in einem ausführlichen, von bildmaterial begleiteten Vortrag mit anschließender Diskussion das Projekt „virtuelles GULAG-Museum“ vor.

Anna Schor-Tschudnowskaja hob dabei die grundlegenden Ziele des Projektes hervor:

  1. So viele Beweismaterialien der Epoche der Sowjetverbrechen zu erhalten und dadurch gewisser maßen dem Verfall zuvorzukommen
  2. alle Museumsiniziativen, die sich mit dem Thema GULAG befassen, in einer unabhängigen und professionellen Organisation zusammenzufassen.
  3. die Förderung einer professionellen wie auch öffentlichen Diskussion über das Erbe des GULAG und seine politische Bedeutung für die heute russische Gesellschaft und deren Zukunft
  4. Vor allen Dingen Vertretern der jüngeren Generation die Möglichkeit zu geben, sich eine wahrheitsgetreue Vorstellung von der sowjetischen Geschichte, vor allem aber von der Spannweite, den Formen und der persönlichen Erfahrung der staatlichen Gewaltanwendung innerhalb der Sowjetunion zu machen