Die Geschichte der Repressionen bildet einen Ausstellungsteil aus dem Jahr 2000 ist eine der Hauptforschungsrichtungen des Museums. Das Thema Gulag wird, wie andere im Museum bearbeitete Themen, heimatkundlich aufgefasst. Die Arbeit konzentriert sich auf das Sammeln von Materialien zum Hinrichtungslager in Jagunowskij und zu biografischen Daten deutscher Deportierter, die im Bergwerk „Jagunowskaja“ arbeiteten. Bei den Dorfbewohner werden Zeitzeugen gesucht und Material gesammelt, mit den Verwandten von Hingerichteten wird Korrespondenz gefuehrt.
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Die Ausstellung „Alarm in Jagunowskij“ und der gleichnamige Videofilm besorgten Schueler im Jahr 2002. Auf dreizehn Schautafeln werden biografische Dokumente, Fotografien und Materialien aus Privatarchiven der Dorfbewohner gezeigt. Sie erzaehlen die Geschichte des Lagers (das Hinrichtungslager Jagunowskij war von November 1937 bis Februar 1938 fuer Erschiessungen eingerichtet worden), die Geschichte der Recherchen, die Namen der Hingerichteten, die Eroeffnung eines Denkmals und einer Kapelle an der Grabstaette.
Die Ausstellung „Verbannt, mobilisiert... von der Liste der Deportierten gestrichen – Sowjetdeutsche im Kusbass 1941-1955“ wurde 2004 geschafffen. Auf sechs Schautafeln wird die Geschichte deportierter deutscher Familien erzaehlt.
Schueler vervollstaendigen die Sammlung des Museums, indem sie Materialien bei den Dorfbewohnern sammeln und Umfragen durchfuehren. Es werden Fotografien und Dokumente gezeigt, und Zeitzeugenberichte werden auf Video aufgenommen (zu rund fuenfzehn Personen, die im Lager Jagunowskij hingerichtet worden sind). Die Sammlung biografischer Daten deportierter Deutscher, die im Bergwerk „Jagunowskaja“ arbeiteten, enthaelt Kopien von Fotos und Dokumenten zu rund zehn Faellen und ausgefuellte Fragebogen. Im Archiv des Museum werden auch die Forschungsresultate der Schueler der Abschlussklassen aufbewahrt.
Museumsfuehrungen finden nicht nur fuer die Schueler und Lehrer statt, sondern auch fuer die Dorfbewohner. Das Museum und die Schule initiierten die Errichtung eines Denkmals der Opfer der politischen Repressionen in Jagunowskij und sorgen fuer den Unterhalt des Gedenkkomplexes. Zum 30. Oktober, dem Gedenktag der Opfer politischer Repression, nehmen die Schueler an den staedtischen Veranstaltungen teil und organisieren eine Wanderausstellung, die Projektion des Videofilms „Alarm in Jagunowskij“ und Vortraege ueber ihre Recherchetaetigkeit und neu eingegange Materialien im Kulturhaus und in der Heilanstalt „Miloserdie“. Die Arbeit des Museums wird staendig in der Schulzeitung „Schulwelle“ und in einer Spezialausgabe des „Informationsblatt des Museums Pamjat – Erinnerung“ dokumentiert.