Staedtisches Heimatkundemuseum Jurga
Das Museum wurde 1964 als staedtisches Heimatkundemuseum gegruendet.

Zur Zeit wird ein Gro?teil der Ausstellungsflaeche umgebaut, das Museum bietet momentan nur Wechselaustellungen an. Die Ausstellung zur Geschichte der Repressionen im Kreis Jurga nimmt einen Teil eines Saales ein, dort werden Gebrauchsgegenstaende von Verbannten gezeigt, sowie Sachen, die in Familien deutscher Deportierter aufbewahrt worden sind: ein Butterfass, eine Gemuesereibe, eine Sitzbank.

Neben der Daueraustellung wurden thematische Wechselausstellungen organisiert. Im Jahr 2002 war das die Ausstellung „Die Haende, die unsere Stadt erbaut haben“, die den Verbannten und Deportierten gewidmet war. In der Ausstellung wurden eine Karte, Dokumente ueber das Kriegsgefangenenlager sowie Fotografien von Haeusern praesentiert, die Kriegsgefangene erbaut haben. Die Materialien der Ausstellung werden im Fundus des Museums aufbewahrt. Am 5 Oktober 2005 wurde die Ausstellung „Deutsche in Sibierien: der Bau der Stadt Jurga und das Schicksal der Deportierten“ eroeffnet. Die Ausstellung zeigt Materialien zwanzig deutscher deportierter Familien, sowohl aus den Bestaenden des Museums, als auch persoenliche temporaere Leihgaben. Bei der Eroeffnung war der Generalkonsul Deutschlands in Nowosibirsk, Michael Grau, anwesend.

Die Sammlung zum Thema Gulag wurde Mitte der 1990er Jahre begonnen, die Sammlung zur Geschichte der deutschen Deportierten 2000. Die Materialien des Fundus sind chronologisch und thematisch sortiert, wobei die Materialien zur Geschichte des Gulag gesondert aufbewahrt werden.

Es gibt 20 Personalakten, die mit Befragungen von Alteingesessenen der Stadt Jurga und Augenzeugen der Ereignisse vervollstaendigt werden. Persoenliche Fotografien liegen als Leihgaben oder Kopien vor. Ein Sammlung von Dokumentarfotografien – eine seit 1940 gefuhrte Werkschronik der Maschinenfabrik Jurga – stammt aus dem 2002 aufgeloesten Werksmuseum (die meisten Fotografien liegen ohne Annotationen vor). Der Bestand enthaelt rund zwanzig Alltagsgegenstaende der deutschen Deportieren der 1940er und 1950er Jahre (Handarbeiten, Geschirr etc.).

Eine Personalkartei deutscher Deportierter ist im Entstehen.

Das Museum leistet heimatkundliche museumspaedagogische Arbeit mit Schuelern der Stadt, arbeitet mit mit der staedtischen „Station junger Touristen“ zusammen und veranstaltet jaehrliche heimatkundliche Lesungen. Es arbeit mit der Gesellschaft der Deutschen in Jurga „Wiedergeburt“ sowie mit der Landsmannschaft der Ruecksiedler aus Jurga in Deutschland zusammen (Leiter der Landsmannschaft ist Josef Zepp, Hannover). Das Museum nahm an der Eroeffnung eines Denkmals (eingeweiht im Jahr 2000) und an der Verschoenerung des Friedhofes der deutschen Deportierten teil (2002).

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