Heimatmuseum des Gebiets Archangelsk
Das Heimatkundemuseum von Archangelsk wurde im Jahre 1837 durch Verfugung des Innenministeriums gegrundet. Zu Beginn nannte es sich „Dauerausstellung des Gouvernements“, dann „Museum des statistischen Komitees“, spater „Stadtisches offentliches Museum Archangelsk“. Seit 1938 tragt es den heutigen Namen.

In einem der Sale befindet sich seit 1995 die Dauerausstellung „20-30er Jahre. Du baust den Sozialismus auf!“. Die Ausstellung beinhaltet folgende Teile:

Die Zwangsbesiedlung der Region: Befristete und standige Spezialsiedlungen, ihre Verteilung, Dokumente von Zwangsumsiedlerfamilien aus Saratow (Prosorow), von der Unteren Wolga, dem Don, der Krim (Ubogij) und anderer, ihre Lebensumstaende. Zu besichtigen ist das Innere einer Baracke mit originalen Einrichtungsgegenstanden der Deportierten (aus den Spezialsiedlungen Sennoj und Prilak, Kreis Pinega).

Holzbeschaffungslager: In diesem Teil wird die Tatigkeit der Holzbeschaffungslager des NKWD beleuchtet. (Onegolag, Kargopollag, Kulojlag).

Baulager (Jarginlag und Archbumlag, fur den Bau des Zellulose- und Papierkombinats Archangelsk): Von Bedeutung sind vor allem Materialien uber die Bajgatscher Expedition des OGPU: Dokumente, Kopien, eine Karte der Insel Bajgatsch sowie Fundstucke (Uberrest einer Grubenlampe, Teile der Bohranlage, Gesteinsproben).

Die Erganzung der Sammlung wurde von der Museumsmitarbeiterin W.A. Mitina angeregt, unter deren Leitung Expeditionen zur Materialsammlung in den Kreis Pinega (1989, 1990, 1991) und auf die Insel Bajgatsch unternommen wurden und in den Archiven von GAOPD AO (Staatliches Archiv fur gesellschaftlich-politische Dokumentation im Gebiet Archangelsk), IZ UWD (Informationszentrum des Innenministeriums) und UFSB (Verwaltung des Foderalen Sicherheitsdienstes ) zur Region geforscht wurde. Heute besitzt das Museum ungefahr 500 Objekte: Unter anderem Briefe, Dokumente, Fotografien aus Privatarchiven, Kopien von Dokumenten, Negative, Bekleidung, personliche und Alltagsgegenstande, Arbeitsinstrumente, Einrichtungsgegenstande der Behausungen von Haftlingen und Deportierten (Gitter und Tur der Isolierzelle, Tisch, Betten u.a.).

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