Museum der politischen Verbannung (Zweigstelle des Heimatkundemuseums des Kreises Turuchansk)
Die Zweigstelle des Heimatmuseums: „Museum der politischen Verbannung“ wurde 1991 im Zuge der Umstrukturierung des Jakow-Swerdlow-Gedenkmuseums, das sich in einem gesonderten Gebaeude befindet, eingerichtet. Im selben Jahr entstand auch die erste temporaere kleine Ausstellung ueber die Geschichte der politischen Repression im Bezirk.

Die Dauerausstellung „Geschichte ohne herausgerissene Seiten“ wurde im Mai 2003 eroeffnet. Sie praesentiert Originale und Kopien von Fotografien, Dokumenten und Archivauskuenften, Buecher, Gemaelde verschiedener verbannter Kuenstler, Alltagsgegenstaende der Gefangenen, Verbannten und Zwangsumsiedler sowie biographisches Material, unter anderem zu den Schicksalen von Ariadna Efron, der Tochter Marina Zwetajewas, dem Bischof Luka (Woino-Jasenezki) und anderen. In einem Teil der Ausstellung sind Fotografien und ein Modell des „Stalin-Pantheon“ zu sehen, das sich in den 1930er bis 1950er Jahren in der Siedlung Kureika am Jennisej befand.

Seit Anfang der 1990er Jahre sammelt das Museum fuer seine Bestaende zur Geschichte der politischen Verbannung Materialien und Dokumente ueber die Geschichte der politischen Repressionen im Bezirk, zur Geschichte des Gulag und der politischen Verbannungen waehrend der Sowjetzeit seit Anfang der 1920er Jahre (Archiv A.F. Woino-Jasenezkis im Turuchansk, 1924-1925) und ueber verbannte Russlanddeutsche bis Ende der 1940er Jahre (mit A.S. Efron im Zusammenhang stehendes Material). In den Bestaenden befinden sich persoenliche Gegenstaende, Dokumente, Originalfotografien (rund 100 Original-Exponate und ueber 200 verschiedene Kopien).

Es werden thematische Fuehrungen angeboten; au?erdem ist eine Wanderausstellung fuer Schulen und Vereine des Bezirks geplant.

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