Heimatmuseum des Bezirks Taimyr
Das Thema Gulag ist in der Dauerausstellung des Museums mit zwei Vitrinen und der Installation „Nordwik“ vertreten. Zur Zeit werden Materialien der am 30. Oktober 2000 eroeffneten Ausstellung „Kerze der Erinnerung“ praesentiert, darunter Dokumente, Fotografien und Alltagsgegenstaende aus dem Museumsbestand. Die Geschichte von Lagern, Verbannungen und Sondersiedlungen im Bezirk Taimyr wird nach dem Umzug des Museums in ein neues Gebaeude im Jahre 2005 in der Ausstellung „Zivilisation“ im Kontext der Geschichte der Region dargestellt.

Zum Museumsbestand gehoeren Materialien zur Geschichte des Gulag – Gegenstaende des Lageralltags, persoenliche Fotografien sowie Sachen und Dokumente der Sondersiedler. Sie werden, thematisch nicht sortiert, im allgemeinen Fundus aufbewahrt, im wesentlichen in den biographischen Sammlungen zu Bestarbeitern der Produktion und Persoenlichkeiten des Kulturlebens in Taimyr - alle seinerzeit Insassen des Lagers Norilsk oder Zwangsumsiedler - sowie unter den Materialien und Dokumenten zur Produktionstatigkeit und zum Bau des Lagers.

Die Sammlung von Materialien zum Thema Repression begann im Jahre 1989. Von besonderem Interesse sind die persoenlichen Gegenstaende der deutschen Zwangsumsiedler, die von Familien aus dem Wolgagebiet stammen. Dazu gehoeren Spinnraeder, Buecher, Gebetbuecher, Tischdecken, Servietten mit nationalen Ornamenten und Familienfotografien und auch der Teil der Kollektion, den 1991 eine Expedition des Museums fur die Geschichte der Erschlie?ung und Entwicklung des Industriegebiets von Norilsk am Standort des ehemaligen Lagers „Nordwik“ (an der noerdlichen Spitze der Halbinsel Taimyr) gesammelt hat.

рус
eng
de