Museum des Arbeitsruhmes der Sowchose „Novyj Bor”
Die Sowchose „Novyj Bor“ wurde im Jahre 1931 mit der Arbeitskraft „entkulakisierter“ Bauern gegruendet, die aus den Gebieten Wologda und Archangelsk in die Spezialansiedlung verbannt worden waren. Au?erdem gab es ab Mitte der 1930er Jahre in Novyj Bor eine Lageraussenstelle; die Sowchose und die Lageraussenstelle fungierten als landwirtschaftliche Abordnung des Lagers Workutlag. Im Jahre 1942 wurde die Lagerausenstelle aufgeloest, und in die Sowchose kamen neue Zwangsumsiedler – verbannte Sowjetdeutsche (im Allgemeinen auf Grund von Arbeitsunfaehigkeit aus den Schaechten Workutas entlassene ‚Soldaten’ der Arbeitsarmee), die bis zum Jahre 1947 in einer lageraehnlichen Situation lebten.

Das „Museum des Arbeitsruhmes“ der Sowchose „Novyj Bor” wurde im August 1991 an der S. M. Tscherepanov-Oberschule von Novyj Bor eroeffnet. Seit 2004 befindet es sich in den Raeumen der oertlichen Abteilung von „Komienergo“ (oertlicher Energielieferant). Die gro?e Ausstellung des Museums (der Saal misst 80m 2) besteht aus den Stationen „Die Errichter der Sowchose „Novyj Bor“ und ihre Nachfolger“, „Die Vorkriegszeit“, „Die Kriegsperiode“, „Die Nachkriegszeit“, „Die Heimat hat sie ausgezeichnet“ und anderen; sie widmet sich der Arbeitstaetigkeit der Siedlungsbewohner. Die politischen Repressionen sind nicht gesondert thematisiert, werden jedoch durch persoenliche Dokumente und andere Materialien, die sich auf die Aktivisten und Bestarbeiter der Produktion beziehen, angesprochen. Gro?e Aufmerksamkeit wird der Ankunft der deutschen Zwangsumsiedler in Novyj Bor und ihren Existenzbedingungen in den ersten Jahren ihres Lebens in der Siedlung zuteil. Biografien der Siedlungsbewohner und dazugehoerige Dokumente stellen den gro?ten Teil des Ausstellungsmaterials dar.

Das „Museum des Kriegsruhmes“ der Sowchose „Novyj Bor“ wurde im Jahre 1978 in den Raeumen der Oberschule von Novyj Bor eroeffnet, die spater den Namen S. M. Tscherepanov-Schule erhielt. Heute erstreckt sich das Museum auf drei Saele mit einer Gesamtgroe?e von 110m 2. In der Ausstellung befinden sich Materialien, die sich dem Buergerkrieg, dem Gro?en Vaterlaendischen Krieg, dem Afghanistankrieg und der Teilnahme der Bewohner von Novyj Bor an diesen Kriegen widmen: Plakate, schematische Karten, Informationsmaterialien, persoenliche Dokumente, Fotografien, ausfuehrliche Biografien der Frontsoldaten aus der Siedlung. Einen besonderen Platz in der Ausstellung wird dem Helden der Sowjetunion S. M. Tscherepanow und seiner Familie eingeraeumt, die als entkulakisierte Zwangsumsiedler nach Novyj Bor kamen.

Den Grundstock der Bestaende der Museen bilden Dokumente aus dem Archiv der Sowchose und dem Archiv der Spezialkommandantur: Fotografien, Dokumente und persoenliche Gegenstaende der Zwangsumsiedler aus den Jahren 1931-1933 und 1943-1944.

Beide Museen sind auf Initiative und durch Bemuehungen von A. T. Kurengin und mitUnterstuetzung der Schule und der Leitung der Sowchose ins Leben gerufen worden.

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