Das Museum reflektiert die Geschichte des Gulag in temporaeren Ausstellungen, die sich vollstaendig oder teilweise mit Lagern und Verbannung in der Republik Komi beschaeftigen. Seit 1990 gab es 12 solcher Ausstellungen: „Die Region Komi (Gebiet, ASSR – Autonome Sozialistische Sowjetrepublik) in den Jahren 1917-1941“ (1990-1991), „Politische Repression 1930er bis Anfang 1950er Jahre“ (1990-1991), die Fotoausstellung „Der Gulag in Komi“ (1994), „10 Jahre „Memorial Syktywkar“ (1999), die Wanderausstellung „Deutsche in der Republik Komi“ (2000), „Auf der Suche nach dem Eldorado“ (2002-2003), „‚Ich teilte das Schicksal des Landes…’ [den Kindern des Gulag gewidmet]“(2002-2003), „Workuta-Leningrad. Die Geschichte des Widerstands am Beispiel Komis, 1950er - 1980er Jahre“ (2003), „Der unbekannte Nalimow“ (2004), „Die Muse kann man nicht ausschlie?en“ (seit 2004), „Das weibliche Bildnis einer Epoche. 20. Jhr“ (2004) und andere. Teile der meisten dieser Ausstellungen sind in die Dauerausstellung eingeflossen und beschreiben die Gulag-Komponente der Regionalgeschichte. Seit 2001 findet alljaehrlich am 30. Oktober eine sogenannte Express-Ausstellung zum Thema Repression statt. Die Dauerausstellung bietet auch eine elektronische Variante des wissenschaftlichen Museumsprojekts „Zwischen den Zeilen: Geschichte in Briefen, Tagebuechern und Erinnerungen. 1929-1959“ an.
Die Museumskollektionen enthalten Material zur Geschichte des Gulag, der Verbannung, der ‚Sondersiedlungen’ und der Arbeitskolonnen in der Region Komi: Briefe, Dokumente, Fotografien aus Privatarchiven, Kopien von Dokumenten aus zentralen Archiven sowie denen der Republiken, Alltagsgegenstaende der Gefangenen und Zwangsumsiedler, eine Sammlung von ihnen geschaffener Kunstwerke (Gemaelde, Zeichnungen, Plakate). Dieses Material ist thematisch nicht ausgesondert und wird im allgemeinen Fundus aufbewahrt. Ein Gro?teil befindet sich in Personalakten und Dokumentensammlungen verschiedener Betriebe, die noch zu Sowjetzeiten entstanden sind; einige Exponate wurden auf einer Exkursion von Museumsmitarbeitern in die Siedlung Woschajel (Standort der Verwaltung des Lagers Ust-Wym) im Jahre 1989 gefunden. Darunter befanden sich auch Lager- und Alltagsgegenstaende: Gitter, Tore, Kochgeschirr, Schuesseln, Brotbackformen sowie Fotografien von Lagerobjekten und Begraebnisstaetten. Die Dokumentenbestaende werden laufend durch neues Material aus dem Nationalarchiv und anderen staatlichen Archiven ergaenzt.