Heimatmuseum des Bezirks Nenez
Die Dauerausstellung „Auf den Spuren der Repression” wurde im Jahre 1992 eroeffnet und 1997 wegen Umzugs in ein neues Gebaeude abgebaut. Die Ausstellung zeigt Fotografien und Dokumente zur Geschichte der Entkulakisierung und Kollektivierung der autochthonen Bevoelkerung der Nenzen und der Wirtschaften der nomadischen Rentierzuechter auf dem Territorium des Bezirks in den 1930er-1940er Jahren. Vertreten sind auch Gegenstaende aus dem Lageralltag und der Lagerproduktion. Im Rahmen der temporaeren Ausstellung „An den Urspruengen der nationalen Staatlichkeit. Der Bezirk Nenez in den 20er-30er Jahren des 20. Jahrhunderts“, die im Jahre 1999 fuer den 70. Jahrestag des Nenezker Autonomen Bezirks vorbereitet wurde, wurde das Thema „Gulag“ in einem speziellen Ausstellungsteil behandelt.

Im Augenblick wird das Museum rekonstruiert. Die ersten zwei Saele wurden am 6. September 2004 eroeffnet. Im Bereich „Entwicklung der Industrie des Bezirkes“ ist das Thema „Gulag“ mit einer Vitrine vertreten.

Seit 1989 wird Material ueber die Geschichte des Gulags gesammelt; das Thema ist in separate Bestaende unterteilt: Das Archiv „Die Waigatsch-Expedition der OGPU“ und das Archiv „Verfolgte im Bezirk“ weisen gemeinsam 315 Ausstellungseinheiten auf (der Grundstock betraegt 20 Einheiten): Dokumentaraufnahmen, Kopien von Materialien aus staatlichen und persoenlichen Archiven. Von besonderem Interesse sind Gegenstaende aus dem Lageralltag, die eine wissenschaftliche Expedition des Museums im Jahre 1990 an den Standorten der Waigatsch-Expedition der OGPU (1930-1936) – den Ansiedlungen Chabarowo, Amderma und der Insel Waigatsch - gesammelt hat.

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