Historisches Museum zur Entwicklung des Gesundheitswesens in der Stadt Uchta
Die Idee zur Gruendung des Museums entstand 1990 auf Initiative von S.F. Sapolnowa und A.W. Wologschanina im „Klub der Veteranen des Gesundheitswesens“ im „Haus der Journalisten“. Das „Historische Museum zur Entwicklung des Gesundheitswesens in der Stadt Uchta“ ist das einzige im Land, das sich mit der Medizin und dem Gesundheitswesen des Gulag befasst. Die Geschichte des Gesundheitswesens von Uchta ist untrennbar verbunden mit der des Gulag, denn alle vertraglich angestellten Aerzte waren gleichzeitig Mitarbeiter des NKWD, und ein Teil des medizinischen Personals bestand aus Gefangenen des Lagers Uchta-Ischemskij.

Das Museum wurde am 6. Oktober 1995 auf Anordnung des Leiters der Gesundheitsbehoerde der Stadt Uchta eroeffnet. Es befindet sich in der Ersten Staedtischen Poliklinik von Uchta in drei Saelen auf einer Gesamtflaeche von rund 100 m 2.

In der Ausstellung des Museums wird die Geschichte aller 16 Gesundheitseinrichtungen und Sanitaerstellen des Bezirks Uchta behandelt und die Struktur des Gesundheitswesens der 26 Zweigstellen des Lagers Uchta-Ischemskij erlaeutert. Des Weiteren sind ueber 200 Biographien fuehrender Aerzte einsehbar. Einen besonderen Platz im Museum nehmen die Schicksale des medizinischen Personals ein, sowohl der Gefangenen als auch der NKWD – Mitarbeiter. In Vitrinen sind au?erdem persoenliche Gegenstaende, medizinische Instrumente und Propagandamaterial, z.B. Buecher, Broschueren, Plakate, zu sehen.

1991 begann eine Gruppe Freiwilliger der lokalen Medizinergewerkschaft Materialien fuer den Museumsbestand zusammenzutragen. Derzeit enthaelt das „Historische Archiv des Gesundheitswesens in Uchta seit 1934“ rund 4000 Fotografien, eine Sammlung biographischer Materialien, darunter Dokumente aus Privatarchiven und Kopien der Personalakten von Medizinern aus staatlichen Archiven und vom Informationszentrum des Innenministeriums, sowie ueber 200 Gebrauchsgegenstaende und Instrumente.

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