1989 wurde die Dauerausstellung „Bauprojekt-501“ eroeffnet. Die Exponate waren in einem eigenen Saal von 45 m 2 in Vitrinen und auf schwenkbaren Schautafeln ausgestellt und praesentierten den Bau der Eisenbahnlinie Tschum-Labytnangi-Salechard-Igarka. Besichtigt werden konnte Material aus den Museumsbestaenden: Fotografien, charakteristische Lagergegenstaende (Laternen, Gitter, Stacheldraht, Zellentueren, Karteikaesten, Kleidung und Schuhwerk von Gefangenen usw.). 1991 wurde die Ausstellung in Toronto (Kanada), 1995 in Moskau gezeigt. Im Dezember 1995 erhielt die Ausstellung den Grand Prix der internationalen „Museums-Biennale Krasnojarsk“. Gezeigt wurde sie auch in den Museen des autonomen Bezirks Jamalo-Nenez. 2002 wurde die Ausstellung abgebaut. Die Exponate befinden sich in den Bestaenden der Museums- und Ausstellungsanlage.
Nach der Schlie?ung der Dauerausstellung wurden mehrere zeitlich begrenzte Sonderausstellungen organisiert: die Fotoausstellung „Bauprojekt 501: Fotografien berichten“; die Ausstellung „Bauprojekt 501: Vergangenheit und Gegenwart“ behandelte die Geschichte der Molybdaenit-Lagerstaette Charbei, die unter Mitarbeit inhaftierter Geologen ausgebeutet wurde, und die Geschichte des Lagertheaters; „Bauprojekt 501: Die Geschichte eines Bauprojekts“ zeigt den Bau der Eisenbahnlinie Tschum-Labytnangi-Salechard-Igarka. Es werden thematische Fuehrungen angeboten.
Der Aufbau der Bestaende begann 1988 mit einer gemeinsamen Expedition von Museumsmitarbeitern und Journalisten entlang des „Toten Weges“, des nicht fertiggestellten Gleisabschnitts zwischen Salechard und Igarka. Derzeit zaehlt das Archiv „Bauprojekt 501“ ueber 800 Gegenstaende (Gitter, Tueren, Geschirr, Laternen, Brotbackformen, Bauwerkzeug usw.), 6500 Dokumente und Kopien von Dokumenten aus zentralen Archiven sowie denen der Republiken, einschlie?lich Registerkarten von Gefangenen, medizinischer Berichten und Fotografien. Es existiert auch eine Sammlung mundlicher Uberlieferungen (oral history).
Es wurde mit dem Aufbau einer Museumsanlage „Bauprojekt 501“ begonnen. Diese Anlage enthaelt aus ehemaligen Lagern ueberfuehrte Bauteile mit charakteristischen Elementen (Gitter, Tueren, Fenster, auf dem Putz angebrachte Zeichnungen), sowie wieder aufgebaute Strukturelemente der Lagerzone: die Vorzone, Umzaeunung, Wachttuerme, eine Isolierbaracke, ein Speisesaal, eine Wohnbaracke usw. Au?erdem sollen Raeumlichkeiten fuer eine Dauerausstellung, ein Forschungs-, Informations- und Bildungszentrum, ein Archiv und eine Bibliothek geschaffen werden.