Das Museum auf dem Gebiet des Lagers WS 389/36 wurde durch die Anstrengungen einer Gruppe von Enthusiasten mit Unterstuetzung der Permer Gruppe von „Memorial“, anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen und der Gebietsadministration gegruendet. Die Restaurationsarbeiten begannen im Jahre 1993. Im Jahre 1995 wurde das Museum offiziell eroeffnet.
Das Gedenkmuseum in Kutschino ist das einzige Institut in Russland, wo eine Lagerzone zum Ort des Gedenkens wurde. Bis heute sind bereits 50% der Gebaeude und Anlagen des ehemaligen Lagers wiederhergestellt, restauriert und fuer den Museumsbetrieb bereitgestellt worden.
Die Dauerausstellungen sind in einer der ehemaligen Lagerbaracken aufgebaut; dort finden auch die temporaeren Ausstellungen statt. Es werden staendig thematische Fuehrungen angeboten, besonders fuer Schueler und fuer Arbeitskollektive der Gebietes. Darueber hinaus wurden Wanderausstellungen erstellt, die systematisch in weiter entfernten Bezirken des Permer Gebiets, in anderen Regionen des Landes und im Ausland gezeigt werden.
Das Archiv des Museums enthaelt ueber 1000 Ausstellungsstuecke: ein Fotoarchiv, eine Sammlung von Audio- und Videoaufzeichnungen von Interviews mit ehemaligen Haeftlingen des Lagers WS 389/36, anderen politischen Haeftlingen der Jahre 1950-1980 und mit Opfern und Zeugen politischer Repression der Stalinschen Periode, sowie Kopien von Dokumenten zur Geschichte des Gulag aus den Gebiets- und Zentralarchiven. Der Bestand an Gegenstaenden umfasst heute ca. 700 Einzelstuecke, im Allgemeinen Arbeitswerkzeuge und Alltagsgegenstaende der Haeftlinge der Einrichtung WS 389/36. Au?erdem finden sich Gegenstaende, die bei Expeditionen des Museums zu anderen Lagerorten gesammelt wurden.
Die Restaurationsarbeiten werden fortgesetzt. Jedes Jahr waehrend der sommerlichen Bausaison beteiligen sich daran jugendliche Freiwillige, darunter auch auslaendische Freiwilligenorganisationen.
Das Gedenkzentrum fuehrt regelmae?ig wissenschaftliche Konferenzen und kulturelle Veranstaltungen durch, insbesondere jaehrliche Lesungen im Gedenken an W. P. Astafjew. Au?erdem gibt es Buecher und Broschueren zur historischen Aufklarung, auch fur den Schulunterricht, heraus, erstellt Videofilme und multimediale Materialien und arbeitet mit den Lehrern an Schulen in der Stadt und im Gebiet Perm.