Die Ausstellungsstuecke stammen zum Grossteil aus der seit 1989 bestehenden Privatsammlung Panikarows. Derzeit zaehlt die Sammlung ueber 1000 Einzelstuecke, darunter Arbeitsgeraete und Alltagsgegenstaende der Gefangenen; Kleidung und Schuhwerk (Stiefel und Schuhe mit selbstgemachten Sohlen aus Foerderbaendern; beschlagen mit selbstgefertigten Naegeln; Joppen, Arbeitskleidung, Fausthandschuhe); Wachausruestungen (Handschellen, ein Gewehr, ein Bajonett, Tuerschloesser usw.); ueber 3000 Fotografien ehemaliger Gefangener; mehrere hundert aktuelle Fotografien, die die Ueberreste der Lager dokumentieren; Zeitungsbestaende, einschliesslich Lagerblaetter; ueber 5000 originale Dokumente zu die Lager in Kolyma betreffenden Angelegenheiten; Strafakten aus den 1940er Jahren; in den 1940er und 1950er Jahren vom Bautrust Dalstroi herausgegebene geographische Karten; eine Sammlung von Gemaelden und Zeichnungen verschiedener Lagerkuenstler; Gegenstaende aus dem Sowjetalltag.
Die gesammelten Materialen sind im Museum unter einzelnen Rubriken zusammengefasst: „Das Echo des Gulags“, „Geschichte der Siedlungen in Zentral-Kolyma“, „Veteranen des Nordens“ und andere. Des Weiteren werden Ausstellungen zur regionalen Geschichte in verschiedenen Kulturhaeusern, Klubs und Bibliotheken des Gebiets Magadan organisiert.
Das Museum beherbergt auch eine Bibliothek, deren Schwerpunkt auf der Geschichte des Gulags und politischer Repressionen liegt (rund 1000 Baende, darunter mehr als 200 Erinnerungen ehemaliger Gefangener). Des Weiteren werden staendig Daten ueber ehemalige Gefangene aus Kolyma gesammelt (derzeit sind die Schicksale von ueber 2000 Personen erfasst). Die von Panikarow gegruendete Gesellschaft „Suche nach illegal Vefolgten“ hilft den Verwandten von in Kolyma verschollenen Personen bei der Suche nach Hinweisen ueber das Schicksal ihrer Familienangehoerigen. Zur Erweiterung seines Bestands organisiert das Museum Exkursionen zu den Standorten ehemaliger Lager und Produktionsstaetten der Region, an der Schueler der Jagodnoer Mittelschule und Mitarbeiter der internationalen NRO „Memorial“ teilnehmen koennen. Auf Grundlage des Museumsbestands werden die Buchserie „Archiwy pamjati“(„Archive der Erinnerung“) (Buecher ueber die Geschichte der Region, einschliesslich Erinnerungen ehemaliger Gefangener) und die monatlich erscheinende, sich mit der oertlichen Geschichte befassende Zeitung „Tschudnaja planeta“ („Wunderbarer Planet“) herausgegeben.