Museum „Reue“ (Filiale des Geschichts- und Heimatkundemuseums Petschora)
Das Museum „Pokajanie“ wurde im Maerz 2000 mit Unterstuetzung der oeffentlichen Stiftung „Pokajanie“ („Reue“) der Republik Komi, der Kulturabteilung der staedtischen Administration von Petschora und von privaten Unternehmern gegruendet.

Die Dauerausstellung „Die Gulag-Insel Kedrowy Schor. Geschichte eines Lagers“ wurde am 30. Oktober 2001 in einem eigenen, 36 m 2 gro?en Saal des Museums eroeffnet; die Exponate sind auf Vitrinen und Ausstellungstafeln verteilt. In der Ausstellung werden Originaldokumente des Lagerarchivs „Kedrowyj Schor“: aus den Jahren 1940-1953, Fotodokumente ueber die Geschichte der Siedlung sowie Gegenstaende des Lagerlebens und des sowjetischen Alltags praesentiert.

Das Museum „Pokajanie“ sammelt seit 1989 Exponate. Die Sammlung befindet sich unter der Verwaltung des Geschichts- und Heimatmuseums Petschora; der Bestand an Gegenstaenden umfasst ca. 400 Einzelstuecke. Von besonderem Interesse ist ein Fragment des Archivs des landwirtschaftlichen Lagers „Kedrowyj Schor“ – hier finden sich Dokumente zur wirtschaftlichen Taetigkeit des Lagers (ca. 2.500 aus den Jahren 1940-1953), die die verschiedenen Aspekte des Lageralltags beleuchten: die Organisation der Arbeit der Haftlinge, ihre Anzahl und soziale Zugehoerigkeit, ihre Lebensweise und Verpflegung, die Aufstellung der Wachmannschaft, die kulturellenErziehungsprogramme fuer die „Lagerbevoelkerung“. Einige der Dokumente sind mit dem Stempel „Nach dem Ausfuellen absolute Geheimsache“, „Nicht zur Veroeffentlichung au?erhalb des Lagers“ usw. versehen.

Das Museum plant die Gruendung einer einheitlichen Museumsanlage, da sich das Gebaeude des Heimatmuseums auf dem Territorium der ehemaligen Arbeitszone des Petschorlag befindet. In der an das Museum angrenzenden Gruenanlage wird eine Gedenkstaette errichtet, die den Erbauern der Stadt gewidmet ist – den Haeftlingen des Lagers Petschorlag.

Das Museum „Pokajanije“ arbeitet mit anderen nichtstaatlichen Museen der Stadt zusammen, so z.B. den Museen im Lyzeum Nr. 23, in der Schule Nr. 24 und im Kulturzentrum der Eisenbahner, und es unterstuetzt die Expedition „Stalker“ (Siedlung Koschwa) und die heimatkundliche Arbeit in der Siedlung Pestschanka.

рус
eng
de