Heimatkundlicher Museumskomplex der Stadt Igarka „Museum des Dauerfrostbodens“
In der Anlage des Heimatmuseums von Igarka „Museum des Dauerfrostbodens“ ist der Gulag in der separaten Einheit „Bauprojekt Nr. 503“ sowie in der Abteilung zur Geschichte des Umlands der Stadt vertreten. Die Filiale „Bauprojekt Nr. 503“ wurde 1997 mit einer staendigen Ausstellung in einem gesonderten Gebaeude eroeffnet (3 Saele mit insgesamt 120m 2 Grundflaeche). Die Ausstellung ist dem Bau der Eisenbahnlinie „Salechard-Igarka“ gewidmet. Sie praesentiert Originale und Kopien von Dokumenten, Gegenstaende des Lageralltags und des Alltags von Verbannten; ausserdem Fotografien der Eisenbahnarbeiter und ihre Erinnerungen und Buecher. Zusaetzlich wird eine Reihe von Dokumenten und Gegenstaenden, die aus den Lagern herangeschafft wurden, gezeigt. Einer der Saele gibt die Atmosphaere einer Baracke wieder (in ihm befinden sich Originalgegenstaende – Pritschen, ein Handwaschbecken, Alltagsgegenstaende, Kleidung, Schuhe von Haeftlingen, die Hausordnung). Im Jahre 2003 wurde die Ausstellung um Materialien zur Geschichte des Gefangenentheaters der Bauprojekte Nr. 501-503 ergaenzt.

Die Dauerausstellung „Geschichte der Repressionen im Bezirk Igarka“ wurde 1998 im Hauptgebaeude der Geschichtsabteilung des Museums eroeffnet. Die Ausstellung befindet sich in einem gesonderten Saal (30 m 2) und praesentiert Originale und Kopien von Dokumenten, Fotografien, Alltagsgegenstaende von Verbannten und Sondersiedlern – Bewohnern der Stadt Igarka und Umgebung. Zum Jahre 2005 ist eine Erneuerung der Ausstellung geplant.

Darueber hinaus fuehrt das Museum temporaere Ausstellungen zur Geschichte des Gulag durch. Eine diese Ausstellungen war „Versklavtes Theater“ (1997), die den nach Igarka verbannten Persoenlichkeiten aus Kultur und Kunst und der Geschichte des Lagertheaters gewidmet ist. Die Ausstellung zeigte Originaldokumente und Kopien von Dokumenten, Fotografien, Alltagsgegenstaende und persoenliche Gegenstaende von Haeftlingen, Verbannten und Sondersiedlern, au?erdem Theaterkostueme und Requisiten. Sie wurde 1999 und 2000 auf dem internationalen Museumsfestival in Krasnojarsk praesentiert und wurde beide Male praemiert.

Jaehrlich zum 30. Oktober werden temporaere Ausstellungen im Darstellungs- und Ausstellungszentrum der Gorki-Bibliothek organisiert, so z.B.: „Wenn die Seele mit Fluegeln geboren waere...“ (2002), „Und auch in Igarka bluehten die Gaerten“ (2003). Die Ausstellungen sind dem Schicksal von Persoenlichkeiten des Kulturlebens gewidmet, die „auf ewig“ nach Igarka verbannt wurden. Ausgestellt werden Originaldokumente, Kopien und Fotografien, die den Einwohnern der Sondersiedlungen und der Stadt Igarka der 30er bis 50er Jahre des 20. Jahrhunderts gehoerten, und ebenso Gegenstaende aus den Bestaenden des Museums.

рус
eng
de