Das Museum beschaeftigt sich seit 1987 mit dem Thema „Gulag“ ; seit 1989 werden Ausstellungen zu diesem Thema organisiert: „Die Wahrheit wiederbringen“ (1989, inzwischen Dauerausstellung), „Dokumente erzaehlen“, „Geschichte ohne Retuschen“, „Was Nordwik verschweigt (1992, inzwischen Dauerausstellung), „Das Gleichnis von Norilsk (1993), „Die gro?e Tonsur der Ewfrosinija“, „Verfolgte Geologen“), „Noch ist die Kerze nicht erloschen“, „Unterdrueckte Kunst“, „Verliert nicht diese Traenen“, „Lew Gumilew und sein Golgatha“. Die Ausstellung „Der Weg der Entdeckungen“ (1993) ist N. N. Urwanzew gewidmet und in der Museumsfiliale „Das Erste Haus von Norilsk“ ausgestellt. Im Jahre 2004 wurde die Wanderausstellung „Norilsker Aufstand“ erstellt. Zur Zeit wird das Hauptgebaeude des Museums renoviert. Fuer 2007 ist die Eroeffnung einer neuen Ausstellung geplant: „Die Geschichte des Norilsker Lagers - die Siedlung Norilsk von 1939 bis 1956“. Sie wird das Thema Gulag im Kontext der Geschichte von Stadt und Kombinat behandeln.
Der Museumsbestand an schriftlichen Quellen zur Geschichte des Norilsker Lagers zaehlt mehr als 1500 Einheiten. Darueber hinaus befinden sich in ihm zwei Kartotheken, erstellt im Zuge von Forschungsarbeiten in den Archiven der Verwaltung des Innenministeriums in der Krasnojarsker Region (Abteilung Spezialbestaende des Informationszentrums der Verwaltung des Innenministeriums) und im Staatlichen Archiv der Russischen Foederation (GARF). Eine der Karthoteken enthaelt ein Haeftlingsregister, die andere Material ueber das Norilsker Lager. Darueber hinaus hat das Museum das „Volksarchiv fuer Briefe und Erinnerungen der Haeftlinge des Lagers Norilsk“ ins Leben gerufen. In der gegenstaendlichen Sammlung befinden sich ca. 200 Einzelstuecke.
Im Jahre 1988 wurde auf Initiative und unter Beteiligung des Museums das „Komitee zur Verewigung des Andenkens an die Opfer der Stalinschen Repressionen der 30er- 50er Jahre“ gegruendet, und im Jahre 1989 der Norilsker Zweig der Gesellschaft „Memorial“. Das Museum unterstuetzt Programme zur Errichtung von Gedenkstaetten fuer die Opfer politischer Repressionen in der Norilsker Region, stellt Gedenktafeln auf und foerdert paedagogische, historische und publizistische Projekte zu dieser Thematik. Au?erdem beteiligt es sich an der Durchfuehrung der alljaehrlich stattfindenden Gedenkwoche zum Tag des Politischen Gefangenen und verschiedener thematischer Veranstaltungen und Abende, fuhrt Beratungen durch und unterstuetzt Recherchen, die fur die Rehabilitierung ehemaliger Gefangener des Norilsker Lagers erforderlich sind.