Museum der Staatlichen Technischen Universitaet Uchta
Die Sammlung zur regionalen Geschichte des Gulag und der politischen Repressionen wurde in den 1990er Jahren vom Vorsitzenden von „Memorial Uchta-Petschora“ Arkadij I. Galkin angelegt. 2001 wurde sie zur Aufbewahrung an das Museum der TU Uchta uebergeben. Auf der Basis dieser Sammlung wurde ein Gulag-Archiv gegruendet, das fortlaufend erweitert wird. Im Moment zaehlt der Bestand rund 1000 Exponate, darunter Gegenstaende des Lagerlebens, unveroeffentlichte Erinnerungen, Dokumente, Karten, Interviews mit Zeitzeugen. Eine Dauerausstellung ist nicht vorhanden; zur Zeit werden fuer eine Dauerausstellung ueber die Industrie in der Region um Uchta Bestaende angelegt und Materialien gesammelt.

2002 wurde mit Unterstuetzung der Internationalen Gesellschaft „Memorial“ die Wanderausstellung „Uchta 1929-1956“ eroeffnet: Auf 30 Plakaten sind Fotografien und Dokumente ueber die Geschichte des Lagers Uchtpetschlag zu sehen. Die Ausstellung wurde in den Schulen der Stadt, im Kolleg fuer Bergbau und Oelfoerderung, in der Berufsschule Nr. 30 und in der Schule der Siedlung Jarega praesentiert. Die Ausstellung wurde von Vortraegen fuer die Schueler begleitet.

2007 ist die Eroeffnung des Museums mit der Dauerausstellung „Von der Gulag-Stadt Uchta zur Universitaetsstadt Uchta“ geplant. Die Ausstellung wird Originale und Kopien von Dokumenten und Fotografien zeigen sowie Gegenstaende des Lageralltags (Geraete, Gitter, Tueren), wissenschaftliche Unterlagen (geologische Berichte ueber Erdoel- und Erdgasressourcen, geologische Karten) und Privatdokumente (Lagertagebuecher, Briefe).

Das Museum der TU Uchta arbeitet eng mit den anderen staedtischen Industriemuseen (des Kollegs fuer Bergbau und Oelfoerderung, des Betriebs fuer Mechanik und der Oelraffinerie) zusammen, leistet ihnen didaktische Unterstuetzung und arbeitet mit Schuelern. Kopien der aus 43 Plakaten bestehenden Ausstellung „Wir, das Vermaechtnis des Lagers Uchtpetschlag“ wurden an alle Schulen der Stadt verteilt, au?erdem das Lehrerhandbuch „Die Lagervergangenheit der Region Komi 1929-1955 anhand von Schicksalen und Erinnerungen von Zeitzeugen: Hilfen fuer das Studium der Geschichte der Repressionen“.

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